Honig- und Wildbienen

Die Kokons der roten Mauerbienen: Viele sind schon verlassen.

Honigbienen haben als Befruchter einen Schönheitsfehler, sie fliegen erst ab 10 Grad Celsius. Mit etwas Wetter-Pech, wie zum Beispiel im April 2010  wird diese Temperatur während der Blütezeit locker unterschritten und die Apfelbäume stehen allein da mit ihrem Pollen- und Nektarangebot. Den wesentlich wärmer angezogenen Wildbienen machen niedrige Temperaturen aber nichts und sie fliegen und bestäuben schon fleissig. Deswegen versuchen wir ab 2011 mit dem Einsatz von Wildbienen, im Falle der Äpfel ist die rote Mauerbiene von ihrer Flugzeit her geeignet, unsere Ernte zu erhöhen. Für die Wildbienen kann man ganz leicht selbst Nistmöglichkeiten herstellen.

Eine Rote Mauerbiene stemmt sich aus der Verpackung.

 

Natürlich kann man dazu auch einfach Löcher in Holzstücke bohren und diese vor Regen geschützt aufstellen. Sollen die Bienen aber verlässlich vermehrt werden, damit eine bestimmte Befruchtungsleistung erzielt wird, ist es besser, die Bienen im Winter in ihren Kokons im Kühlschrank aufzuheben. Sie werden dazu aus den Niströhren genommen, gewaschen und getrocknet und in einer Schachtel mit Atemlöchern aufgehoben.

Im Frühjahr stellt man sie dann vor Vögeln geschützt in die Anlage und lässt sie schlüpfen. Dadurch wird der Befall der Kokons mit Parasiten verhindert und man erzielt eine bessere Vermehrungsrate.

2014-wildbienen-nisthilfe-angenommen

Mittlerweile (2014) haben sich die Bienen stark vermehrt und es istein richtiges Bestäubungs-geschwader unterwegs. Die zur Verfügung gestellten Nistmöglichkeiten sind heiß umkämpft. Das Bild rechts entstand 1 Woche nach dem Aufstellen.

Männchen der roten Mauerbiene
hummel-bestaeuben-fleissig
Verschiedene Hummelarten bestäuben genauso fleißig wie die Honigbienen.

Wir haben die Wildbienen von www.mauerbienen-im-erwerbsobstbau.de

 

 

 

 

 

Cidre, Cider oder Sider